Hypersexualität: Aber du kannst doch nicht…!

Warum ich keinen Mann habe?

Kennen Sie den großartigen Song von Marlene Dietrich?

Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre,
ich bin doch zu schade für einen allein.
Wenn ich jetzt grad dir Treue schwöre,
wird wieder ein anderer ganz unglücklich sein.
Ja, soll denn etwas so Schönes nur einem gefallen,
die Sonne, die Sterne, gehör’n doch auch allen.
Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre,
ich glaub, ich gehöre nur mir ganz allein.


Vivat, vivat! :)

Natürlich könnte ich Ihnen jetzt herzzerreißende Geschichten über eine tragische Liebe erzählen, die ich nicht verwinden kann, aber für solche Sentimentalitäten haben Sie mein Weblog ja nicht angeklickt. Deshalb will ich’s mal anders formulieren…

Liiert oder z’samm sein. Einen Freund oder Mann haben. Bei allen guten Geistern, was täte ich mit dem?

Familienbesuche bei Muttern?
Die meine giert zwar schon längst nach dem obligaten Erzeuger Ihrer Enkelkinder, aber da geht’s ihr auch mehr um das Ergebnis, als um den Herrn der Schöpfung. Gut, deswegen also nicht.
Einsame Stunden übertauchen?
Da mach ich’s mir lieber selber, bevor ich mir anhören muss, dass ich mich nicht adäquat öffne! Nun, mit dem Öffnen hab ich ja kein Problem, solang’s bei meinen Körperöffnungen bleibt. Das somit ebenso wenig.
Gemeinsam Einkaufen gehen?
Ob H&M, Merkur oder Ikea – Immer wieder gern gehört: “Ich hab dir g’sagt, wir kaufen den Dreck nimma! Ma, du bist z’deppat zum Sch…” Nein, danke!
Sex mit Gefühl haben?
Will man das? Und wie oft will man das? Und wie lang geht das?

Nein, verzeihen Sie, ich kann nicht mehr, dieses Thema nimmt mich zu sehr mit. Sie sehen mich förmlich am Boden…rücklings…die Hand am Abzug…rrrrrrrrrr…jaja, vibrier du nur schön…alles ist gut!

Nein, ich habe keinen Mann und ich möchte auch (einstweilen) keinen. Seien Sie versichert, ich bin sicherlich keine “dreckige Schlampe” (danke, Peter!) – außer, Sie wollen mich so sehen. ;) Und eigentlich hab ich ja einen Mann. Immer wieder mal – der perfekte Mann für die perfekte Stunde! Ja! Und da gibt’s wirklich nur den einen. Echt!

Das finden Sie seltsam? Ich habe mich erkundigt:

Wenn Männer unterschiedliche Sex-Partnerinnen haben, nennt man das Satyriasis. Schön, klingt dennoch wie eine Hautkrankheit und bringt’s ja manchmal auch mit sich. ;)
Bei Frauen kriegt’s den widerlichen Beigeschmack einer Nymphomanie. Obwohl, griechische Nymphen sind doch a) wunderschön, b) klug und c) nie zu bändigen. Das kenn ich zumindest aus der TV-Serie XENA so. Da bin ich gern eine Nymphomanin. ;)
Beim Wort Promiskuität kriegen handwerklich begabte Männer leider meist keinen hoch, deshalb sollte frau sich damit mal nicht schmücken. Oder wussten Sie gar, was es bedeutet? ;)
Und dann gibt’s da Hypersexualität. Das find ich schon ansprechender. Ich würd sogar sagen, das beschreibt die Sache am aller besten. Definiton gefällig? Als Hypersexualität wird in der Medizin, der Klinischen Psychologie und Sexualwissenschaft ein gesteigertes sexuelles Verlangen bzw. sexuell motiviertes Handeln bezeichnet, das unterschiedlichste Ursachen haben kann. (Quelle: Wikipedia)

Ich bin also single, hypersexuell und glücklich! Wollen Sie mehr wissen? ;)

Übrigens … dies hier gibt’s auch auf www.playground.de/neelaa

11 Kommentare zu „Hypersexualität: Aber du kannst doch nicht…!“

  • Mike Rofontschek sagt:

    Du, also eines muss man Dir lassen – wissenschaftliche Fachbegriffe kannst Du wirklich sehr gut recherchieren. Man möchte glauben, dass das Dein Brotberuf ist. Und zudem bin ich geneigt, anzunehmen, dass Du auch beim Ficken ziemlich wissenschaftlich drauf- oder drunterbist. Oder pfeifst Du dann dann auf die schlauen Worte und gehst vulgär ab?
    Und: Das “Vivat, vivat” hab´ ich zuletzt vom künftigen SPÖ_Kulturminister gehört – oder liege ich da ganz falsch? Dein Mike

    [Antwort]

  • fly-by-night sagt:

    Immer wieder mal – der perfekte Mann für die perfekte Stunde!
    that´s it!
    doch die meisten kaufen die ganze kuh, obwohl sie nur die milch wollen!

    [Antwort]

  • Jupiter sagt:

    Ja
    (sowas – ein Wort reicht Frau Vulva nicht als Kommentar)

    [Antwort]

  • Jupiter sagt:

    Ich konstatiere: Vulva in Spitzenform!
    Also auch wenn ich jetzt ätze, aber das reizt mich als Ergänzung:
    Aus der Biographie von Marlene Dietrich:
    > Heirat mit Rudolf Sieber (*1897–†1976), einem Produktionsassistenten, folgten 1923. Im Jahr darauf kam am 13. Dezember das einzige gemeinsame Kind Maria Elisabeth Sieber zur Welt. Marlene Dietrich bekam zunehmend Alkoholprobleme und beendete ihre Bühnenkarriere nach einem Oberschenkelhalsbruch bei einem Auftritt in Australien im Jahr 1975. Drei Jahre später trat sie letztmals für den Film Schöner Gigolo, armer Gigolo (1979) – u.a. neben David Bowie – vor die Kamera. Ihre Rolle absolvierte sie ausschließlich im Rollstuhl. Nach den Dreharbeiten zog sie sich vollständig aus der Öffentlichkeit zurück und lebte abgeschieden in ihrem Pariser Apartment in der Avenue Montaigne, dessen Bett sie bis zu ihrem Tod nicht mehr verließ. Ihre Tochter Maria kümmerte sich dabei um ihre mittlerweilen tablettensüchtige und alkoholkranke Mutter, welche sich mittels eines speziell angefertigten Stockes alle Dinge, welche sie um ihr Bett aufgestellt hatte, herbeinahm.
    Jahre später willigte sie ein, an einem Dokumentarfilm über sich mitzuwirken. Der Regisseur Maximilian Schell erhielt anfangs die Einwilligung Marlene Dietrichs sie zu filmen. Kurz vor Beginn der Dreharbeiten zog sie diese Einwilligung jedoch zurück und gestattete lediglich Tonbandaufnahmen. Schell, mit dem Scheitern des Projektes konfrontiert, entschloss sich den Film als Collage zu gestalten und unterlegte die Tonbandaufnahmen mit Fotos und Ausschnitten aus Dietrichs Filmen. Der Film endet mit der Rezitation des Gedichts „Der Liebe Dauer” von Ferdinand Freiligrath, die Dietrich zu Tränen rührte. 1992 starb Marlene Dietrich in Paris, offiziell an Herz- und Nierenversagen. Marlene Dietrichs Sekretärin und Freundin Norma Bosquet, die sie in den letzten Wochen ihres Lebens fast täglich in ihrer Pariser Wohnung besuchte, erklärte, dass sich die Schauspielerin wahrscheinlich mit einer Überdosis Schlaftabletten das Leben genommen habe, nachdem sie zwei Tage zuvor einen zweiten Schlaganfall erlitten hatte. Marlene Dietrich wurde in Berlin auf dem Städtischen Friedhof Schöneberg III, Stubenrauchstraße 43–45 (früher Friedenauer Friedhof), in einem schlichten Grab nahe der Grabstätte ihrer Mutter beigesetzt.

    [Antwort]

  • Power-Tool sagt:

    Also ganz ehrlich, ich glaub gnä Vulva die hier so anheimelnd zur Schau getragene, Sie verzeihen, Großmäuligkeit in Sachen Beziehungslässigkeit ja nicht so recht.
    In Wirklichkeit gehören Sie wahrscheinlich auch viel eher zu jener bemitleidenswerten Sorte, die, angestachelt von entsprechenden albernen Sex and the City-Verirrungen, in diversesten Öffentlichkeiten cool „frech“-unverbindliches Singletum & Ruchlosigkeit predigen, reichlich unerträgliche Launen zum letzten Chic erklären und umgekehrt – ganz privat und heimlich, versteht sich – Ihren Mann für gewisse Stunden bei jeder (un)passenden Gelegenheit umso verzweifelter mit wildesten Eifersüchteleien & Co anflennen, wenn Ihnen dieser vielleicht mit einem ähnlichen Credo kommt. Weil wenn die Bestätigung der eigenen Einzigartigkeit fehlt, Beliebigkeit die eigene Auswechselbarkeit vor Augen führt und folglich auch jedwede wechselseitige „Verfügbarkeit“ regelrecht Tabu wird, dann ists halt gerade bei Frau meist schnell vorbei mit den flotten Sprüchen …
    Ist aber selbstverständlich nur eine zugegeben äußerst rüde Unterstellung auf Basis längerer ähnlicher Erfahrungen ;-) Ich bitte daher um Verzeihung für meinen ungebührlichen Überschwang. Das muss bei Ihnen ja klarerweise nicht so sein! Wenn es denn beidseitig tatsächlich so fesch funktioniert, dann kann ich Sie wirklich nur herzlichst beglückwünschen! Dann lassen Sie uns aber nicht weiter warten, versorgen Sie die geneigte Leserschaft mit wertvollen Praxis-Tipps!
    In diesem Sinne will man hier natürlich einigermaßen versöhnlich und passend mit dem großen Georgie Clinton schließen: „Free your mind – and your ass will follow!“ Oder halt umgekehrt, ganz wie Sie wollen.

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  • Jupiter sagt:

    @ Power-Tool:
    Da war wohl – nicht der Wunsch sondern – die eigene Angst der Vater des Gedankens bzw. der Glaubensäußerung.

    [Antwort]

  • Power-Tool sagt:

    Welche Angst meinen Sie hier – Fräulein Vulvas oder meine?

    [Antwort]

  • Jupiter sagt:

    @Power-Tool:
    Dahinter sind die Glaubenssätze nachgereiht: “Also ganz ehrlich, ich glaub …………..”
    Ist wohl endeutig, wen und was ich meinte.

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  • Power-Tool sagt:

    Nun,so klar wars ja auch wieder nicht, schließlich ist das Wort der Autorin ein weit durchgängerigeres Glaubensbekenntnis als das meinige, oder? Aber genug der Erbsen – was genau soll denn nun ihrer Meinung meine Angst gar so nähren? Vulvas nüchtern-aggressive Sexualität gar? Ich bitte Sie …

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  • andyman sagt:

    Ich wollte ja (eigentlich wirklich) nur auf vienna.at nach einem kinderfreien Lokal mit Rockmusik suchen . . . und finde mich in diesem Sündenpfuhl wieder!
    Wenn ich das meinem Pfarrer beichte kriegt der einen solchen Ausschlag, den selbst der beste Dermatologe nicht mehr beherrschen wird können . . . ;-(

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  • Anonymous sagt:

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